Der Weltenbummler und Geschäftsführer von MyPostcard, Oliver Kray, verrät, was beim Arbeiten im Ausland beachtet werden muss

Berlin, 13. Februar 2024 – Arbeiten aus der ganzen Welt, geht das? Ja, das geht! Digitale Nomaden leben vor, wie es ist, ortsunabhängig zu arbeiten und dabei die Welt zu bereisen. Dabei erhält „Office with a view“ eine ganz neue Bedeutung: Kreatives Brainstorming mit Blick auf den Strand, Budgetplanung inmitten von Guatemala oder Programmieren in einem Café Spaniens. Oliver Kray, CEO der Postkartenapp MyPostcard, arbeitet viel von unterwegs und teilt seine Erfahrung vom Arbeiten im Ausland.

Steuerliche und arbeitsrechtliche Kriterien für digitale Nomaden 

Innerhalb der EU dürfen Deutsche genau 183 Tage im Ausland arbeiten, um in Deutschland steuerpflichtig zu bleiben. Eine nur vorübergehende Tätigkeit im Ausland hat also weder steuer- noch arbeitsrechtliche Auswirkungen. Falls doch ein längerer Aufenthalt geplant ist, muss das Einkommen gegebenenfalls in dem Land versteuert werden. Es existieren Abkommen zwischen vielen Ländern, die darüber bestimmen, wo Einkommen versteuert werden muss, und welche Steuervorteile gewährt werden, um eine doppelte Besteuerung zu vermeiden. Manche Länder bieten sogar eine Nullsteuer an. Es ist auf jeden Fall ratsam, einen Steuerberater an seiner Seite zu haben, um den Überblick zu behalten. 

Abhängig vom Land benötigen digitale Nomaden eine Arbeitsgenehmigung. Es ist elementar, sich im Voraus über Einwanderungsgesetze und -vorschriften des jeweiligen Landes zu informieren. Estland, zum Beispiel, war das erste Land der Welt, welches im Juni 2020 ein offizielles Visum für digitale Nomaden ins Leben gerufen hat. Der Nachbar Lettland ist diesem Beispiel gefolgt. Auch Rumänien, Kroatien, Portugal und Georgien haben spezielle Visa geschaffen. Wer die Kälte mag, den heißen Norwegen und Island mit einem Visum für Weltenbummler herzlich willkommen. Außerhalb der EU wird es schon schwieriger: Die USA zum Beispiel haben neben der Green Card noch weitere sechs Arten von Arbeitsvisa, die bei der US-Botschaft in Berlin oder beim Generalkonsulat in Frankfurt am Main beantragt werden müssen. Oder wer z.B. mal inmitten des entspannten Lebensstils von Costa Rica, mit seinen traumhaften Stränden und der beeindruckenden Landschaft mit Dschungel, Vulkanen und Wasserfällen arbeiten möchte, kann dies auch tun. Das Visum heißt Rentista und erlaubt Ausländern einen Aufenthalt von 2 Jahren.

Zusätzlich sollten Weltreisende über eine angemessene Kranken- und Reiseversicherung verfügen, die in den Ländern gilt, in denen sie leben und arbeiten möchten. Wenn der Auslandsaufenthalt nicht länger als zwei Jahre dauert, reicht in der Regel eine einfache Auslandskrankenversicherung aus, die alle Kosten für die medizinisch notwendige Behandlung im Ausland abdeckt.

Herr Kray, was haben Sie immer mit dabei, wenn Sie auf Reisen gehen?

Zum technischen Equipment gehören auf jeden Fall ein Steckdosenadapter, eine aufgeladene Powerbank für Arbeitstage am Strand und Noise Cancelling Kopfhörer. Außerdem bin ich gerne in warmen Ländern unterwegs, um dem deutschen Winter zu entfliehen. Daher darf z. B. meine Sonnenbrille nie fehlen. 

Wie achten Sie auf Ihre Datensicherheit im Ausland? 

Ich stelle über das Internet eine sichere Verbindung zu einem Netzwerk in Deutschland her (VPN/ SASE). Es kann also dazu verwendet werden, um auf regionale Netzwerkressourcen zuzugreifen, die ansonsten geografisch eingeschränkt sind, und bietet eine erhöhte Sicherheit beim Surfen auf öffentlichen WLAN-Netzwerken. Außerdem führe ich regelmäßige Backups aller wichtigen Daten durch, z.B.  in der Cloud. Im Falle eines Geräteverlusts oder -diebstahls sind die Daten so sicher gespeichert und können wiederhergestellt werden. Für viele Konten verwende ich zusätzlich eine Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA), um die Sicherheit zu erhöhen. 

Worauf vergessen Sie manchmal zu achten? 

Roaming… Manchmal tätige ich automatisch Anrufe und bemerke erst anschließend, dass ich nicht mehr in Deutschland oder der EU bin und meine Flat im Ausland andere Konditionen hat . Das kann teuer werden. Über internetbasierte Anwendungen wie WhatsApp über Microsoft Teams bleiben ungewollte Kosten bei einem (Video-) Anruf erspart – darauf greife ich auch die meiste Zeit zurück. Roaming-Gebühren entfallen mittlerweile in den meisten Ländern Europas, was bedeutet, dass die Nutzung des Internets dort zu den gleichen Tarifen wie zu Hause erfolgt.

Was ist das Land, aus welchem Sie am liebsten arbeiten?

Spanien finde ich gerade sehr entspannt. Das Wetter ist top und der COO von MyPostcard lebt dort, weshalb ich beim Arbeiten dort immer in guter Gesellschaft bin. Viel draußen sein, gutes Wetter und gutes Essen – die gewonnene Energie kann ich dann direkt in meine Arbeit und Projekte fließen lassen. Hier habe ich oft meinen faltbaren Laptop-Sonnenschutz dabei, das erleichtert auf jeden Fall das Arbeiten in einem Land mit so vielen Sonnenstunden. Außerdem ein Tipp: sich nicht von Party und Strand ablenken lassen und immer auf genug Schlaf achten.

Wie hat es Ihre Lebensqualität verändert, ein digitaler Nomade zu sein?

Ich bin definitiv entspannter und gleichzeitig fokussierter. Das Arbeiten von überall eröffnet auch ganz neue Blickwinkel und lohnt sich vor allem in meinem kreativen Bereich. Das ist wirklich unbezahlbar. Das Konzept ist mir daher auch für meine Mitarbeiter bei MyPostcard total wichtig. Wenn die Möglichkeit besteht – bin ich nur dafür, es zu fördern. 

Wie bleiben Sie mit Familie und Freunden in Kontakt, wenn Sie so oft unterwegs sind?

In Zeiten von Handys, Videotelefonaten und digitalen Meetings ist es ja keine große Schwierigkeit mehr, in Kontakt zu bleiben. Hier nutze ich wie der Großteil WhatsApp und Co. Aber natürlich auch über Postkarten. So kam auch die Idee für MyPostcard zustande. Es gibt nicht überall, wo ich arbeite, einen Postkartenstand, geschweige denn Briefmarken oder eine Poststation. Mit der App habe ich die Möglichkeit, von überall einen Gruß an meine Liebsten senden zu können. Und ein Foto und eine kurze Nachricht für die Postkarte sind genauso schnell wie eine WhatsApp-Nachricht gemacht. Die gedruckte Karte kommt dann innerhalb von paar Tagen bei meinen Freunden oder der Familie an und alle wissen Bescheid, wo ich mich gerade aufhalte oder was ich erlebe.

Über MyPostcard

MyPostcard ist Deutschlands erfolgreichste Postkarten-App und ermöglicht es, per Smartphone von überall, eigene Fotos als echte gedruckte Postkarten zu versenden. Mit über 70.000 Designs verfügt das Unternehmen außerdem über das weltweit größte Postkartenangebot und bietet neben Post- und Grußkarten auch Audio- und Videokarten an. MyPostcard kümmert sich mit Hilfe eines internationalen Druckerei-Netzwerkes um den Druck, die Frankierung und den weltweiten Versand der personalisierten Postkarten. Das Unternehmen mit Sitz in Berlin und New York wurde 2014 vom Designer und Serial-Entrepreneur Oliver Kray (CEO) gegründet und ist inzwischen mit sechs Millionen Downloads erfolgreich in der E-Commerce-Branche tätig. 35 Mitarbeiter:Innen arbeiten heute im Unternehmen. MyPostcard unterstützt weltweit verschiedene soziale Projekte wie u.a. Amnesty International, All-Out.org, Terre des Femmes sowie in der Vergangenheit die Aktion #FreeDeniz in Kooperation mit N24 / Axel Springer.

MyPostcard verfügt über eine namhafte Liste an Partnern, zu denen u.a. die Deutsche Post, Haribo, adidas, Google und TUI zählen. Im Ranking der Financial Times zählt MyPostcard zu den Top 1000 Fastest Growing Companies in Europa. Im Bereich E-Commerce belegt das Unternehmen europaweit Platz 19. Im dritten Jahr in Folge erhielt MyPostcard außerdem den Deloitte Technology Fast 50 Award 2021 und belegt im Ranking Platz 37. Zudem wurde das Unternehmen mit dem goldenen Stevie Award in der Kategorie Unternehmen des Jahres und mit dem begehrten Licencing International Award ausgezeichnet. Bei den 8. jährlichen 2021 International Best in Business Awards gewann MyPostcard in der Kategorie “Heightening Awareness and Publicity Campaign of the Year / COVID-19-related Information” Gold Globee® für die Kampagne “Eine Million Postkarten #fürmichfüruns”. Die MyPostcard App steht kostenfrei im Appstore (4,7 Sterne), Playstore (4,1 Sterne) und und Huawei App Store (5,0 Sterne) zur Verfügung . Die App ist aktuell weltweit in acht Sprachen verfügbar.

Weitere Informationen finden sich unter http://www.mypostcard.com/.

Für weitere Informationen und Rückfragen:

Maria Gomelskaia
MyPostcard.com GmbH
Hohenzollerndamm 3
10717 Berlin
Tel: +030 – 403 64 54 25
maria@mypostcard.com
www.mypostcard.com

Lilia Jäger-Köberl
Wilde & Partner Communications GmbH
Franziskanerstraße 14
81669 München
Tel: +49 89 17 91 90 – 592
lilia.jaeger@wilde.de
www.wilde.de 

 

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